Futter- und Diätberatung beim Tier
Ernährungsberatung für Hund, Katze und Heimtier – „Man ist, was man isst.“
Das gilt selbstverständlich auch für unsere vierbeinigen Freunde.
Hunde und Katzen zählen biologisch zu den Fleischfressern. Der Hund stammt ursprünglich vom Wolf ab, hat sich jedoch im Laufe der letzten Jahrtausende durch die Domestikation deutlich verändert. Dies zeigt sich nicht nur äußerlich – auch der Magen-Darm-Trakt des Hundes hat sich an die Ernährungsgewohnheiten des Menschen angepasst. Durch die jahrhundertelange Fütterung mit Tischabfällen hat sich der Bedarf an Nährstoffen erweitert. Neben Eiweiß, Fetten und Rohfasern spielen heute auch Kohlenhydrate eine essentielle Rolle in der Hundeernährung. Mit dieser Anpassung an den Menschen hat sich insbesondere in den letzten Jahrzehnten jedoch auch die Neigung zu Allergien, darunter Futtermittelallergien und -unverträglichkeiten, verstärkt.
Wir bieten unseren Kunden eine umfassende, individuelle Futter- und Diätberatung für Hunde, Katzen und Heimtiere an. Bitte vereinbaren Sie hierfür einen Termin zur Ernährungsberatung und bringen Sie möglichst eine vollständige Auflistung aller bisher gefütterten Futtermittel mit. Alternativ ist auch eine telefonische Ernährungsberatung möglich.
Zeigt Ihr Tier eines oder mehrere der folgenden Symptome, kann eine Futtermittelallergie oder Futtermittelunverträglichkeit vorliegen:
- Wiederkehrende Ohrenentzündungen
- Pfotenlecken (braune Fellverfärbungen)
- Juckreiz ohne nachweisbaren Parasitenbefall
- Analbeutelprobleme
- Blähungen
- Erbrechen
- Vermehrtes Speicheln
- Leistungsverlust
In diesen Fällen ist eine gezielte Futterumstellung ein zentraler Bestandteil von Diagnose und Therapie.
Die Diagnose einer Futtermittelallergie oder -unverträglichkeit ist komplex. Eine Blutuntersuchung auf Antikörper gegen Futtermittel kann in bestimmten Fällen sinnvoll sein, besitzt jedoch nur eine eingeschränkte Aussagekraft.
Zuverlässige Erkenntnisse liefert eine konsequente Eliminationsdiät über einen Zeitraum von 8 bis 12 Wochen. Hierbei wird mit einer für das Tier neuen Eiweiß- und Kohlenhydratquelle gefüttert. Diese Diät ist ein fester Bestandteil der Allergiediagnostik, um den Einfluss der Ernährung eindeutig beurteilen zu können. Eine individuell zusammengestellte Eliminationsdiät, basierend auf einer sorgfältigen Analyse der bisherigen Fütterung, gilt derzeit als Goldstandard in der Diagnostik von Futtermittelallergien.
Als ergänzende diagnostische Option steht der Patchtest zur Verfügung. Dabei werden ausgewählte Eiweiß- und Kohlenhydratquellen in speziellen Kammern auf die Haut aufgebracht und anhand der Hautreaktion auf ihre Verträglichkeit getestet. Unabhängig vom Testergebnis wird grundsätzlich auf Rind, kleine Wiederkäuer, Milch und Milchprodukte, Weizen sowie Geflügel verzichtet, da diese zu den häufigsten Allergenen beim Hund zählen.
Für Welpen gelten aufgrund des Wachstums besondere Anforderungen. Hier stehen kommerzielle, definierte hypoallergene Futtermittel zur Verfügung. Auch für erwachsene Tiere existieren geeignete hypoallergene Diäten, die sich für eine Eliminationsdiät eignen.
Unabhängig von der gewählten Fütterungsform gilt: Konsequenz ist der wichtigste Erfolgsfaktor.
Auf Leckerchen aus dem Discounter, Schweineohren, Käsekuchen, Leberwurstbrötchen und ähnliche Snacks muss während der Diät konsequent verzichtet werden, damit sich Haut und Allgemeinbefinden des Tieres nachhaltig verbessern können.
Für Hunde, Katzen und Kaninchen gilt gleichermaßen: Eine artgerechte und individuell abgestimmte Ernährung ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesundheitsprophylaxe und kann Allergien vorbeugen oder lindern. Lassen Sie sich fachkundig beraten – wir unterstützen Sie gerne.